Eine Motorrad- und Abenteuerreise auf dem legendären Pamir Highway. Von Kirgistan aus geht es durch atemberaubende Landschaften über den Ak Baital mit seinen 4.655 Metern nach Tadschikistan. Erlebe als Selbstfahrer eine Route, die von den Einheimischen nur "die Straße" genannt wird.
Eine Motorradreise über den Dächern der Welt! In diesen 15 Reisetagen werden wir zwei Länder im Herzen Asiens bereisen und deren Kultur, Straßen und Landschaften kennenlernen - Tadschikistan und Kirgisistan. Wir werden wunderschöne, sehr abwechslungsreiche Regionen erleben und einige Tage auf über 3.500 Metern entlang des Pamir Gebirges fahren. Eine spannende Reise, die dich ins Staunen versetzen wird und ein gigantisches Erlebnis für jeden Enduro- und Motorradfahrer ist.
Nach unserem Flug landen wir in Osch, der zweitgrößten Stadt Kirgistans. Wir werden abgeholt und können in unserem Hotel noch einige Stunden ausruhen. Nach dem Mittagessen machen wir uns auf einer kurzen Tour außerhalb der Stadt mit den Motorrädern vertraut. Wir übernachten in Osch.
Die heutige Tagestour (ca. 150 km) führt uns zuerst zum Papansee, dem Wasserreservoir von Osch. Auf unbefestigten Schotterpisten fahren wir durch ein grünes Tal und anschließend über einen der vielen Pässe südlich der Stadt. Auf einer gut ausgebauten Straße fahren wir am Nachmittag zurück nach Osch.
Unsere heutige Fahrt ist lang und staubig. Wir werden aber mit vielen neuen, für uns unbekannten Eindrücken belohnt, die uns alle Anstrengungen vergessen lassen. Umso besser schmeckt uns auch das Bier am Abend in unserem schönen Hotel.
Wir verlassen das landwirtschaftlich geprägte Fergana-Tal und überqueren den ersten großen Pass auf einer guten Straße. Diese bringt uns weiter durch eine tiefe, wilde Schlucht bis zur Abzweigung zum Iskender See. Auf der Naturstraße verringern wir unser Tempo, um sicher über die Serpentinen zum See zu gelangen. Wir übernachten direkt am türkisblauen See.
Während unser Begleitfahrzeug auf dem Weg nach Duschanbe durch den gefürchteten Anzob-Tunnel fährt, überqueren wir einen über 3.000 Meter hohen Pass. Da der gesamte Verkehr durch den dunklen und nassen Tunnel fährt, haben wir den imposanten Pass für uns ganz allein. Wir übernachten in Duschanbe.
Es gibt zwei Möglichkeiten nach Kalaikum zu kommen: Entweder auf der Winterroute im Süden von Tadschikistan oder auf der M41 quer durchs Gebirge, über holprige Straßen, die teilweise von Wasserläufen unterbrochen werden. Wir wählen nach Möglichkeit die zweite anspruchsvollere, aber umso reizvollere Route. Wir übernachten in einem Homestay. Dabei haben wir die Gelegenheit Einblick in das Alltagsleben einer tadschikischen Familie zu haben und auch deren großzügige Gastfreundschaft zu genießen.
Der mächtige Fluss Pansch begleitet uns nach Khorog. Fluss und Straße winden sich durch eine faszinierende Felsschlucht. Auf der anderen Flussseite wird fast jeder grüne Fleck als Standort für ein afghanisches Dorf genutzt. Khorog, eine Universitätsstadt mitten im Pamir, bietet uns ein gemütliches Hotel und ein gutes Nachtessen.
Unsere Weiterfahrt führt uns durch das Wakhan-Tal, entlang der Grenze zu Afghanistan bis nach Bibi Fatima. Das Wakhan-Tal wird von einer eigenen Volksgruppe bewohnt. Diese Menschen unterscheiden sich nicht nur durch ihre eigene Sprache, sondern auch äußerlich und kulturell von den Tadschiken. In Bibi Fatima haben wir einen herrlichen Blick über das Wakhan-Tal. Wir nutzen selbstverständlich auch die heiße Quelle, die sich idyllisch gelegen in einer Felsengruft befindet und mit über 40 Grad warmem Wasser zu einem herrlichen Bad einlädt. Wir übernachten in Bibi Fatima.
Auf der Fahrt zur Pamir Hochebene wird die Luft immer dünner, die Sicht dabei aber umso klarer. Außer wilden Kamelen, Yaks und ein paar Hirten befinden wir uns alleine in dieser Abgeschiedenheit. Wir übernachten in einem Homestay am Bulunkul-See und haben Zeit, heiße Quellen und einen «Mini-Geysir» zu besuchen.
Wir befinden uns nun auf dem legendären Pamir-Highway oder der M41. Die Straße wurde von den Sowjets entlang der afghanischen und chinesischen Grenze gebaut. Heute wird sie noch teilweise von chinesischen Transportfahrzeugen befahren. Wir überqueren vier Pässe mit über 4.000 Metern Höhe. Der Ak-Baital-Pass mit seinen 4.655 Metern ist der Höchste davon. In Murgab, einer ehemaligen Kohlenbau-Stadt, übernachten wir in einem Hotel und können abgesehen von heißen Quellen wieder einmal seit Tagen unter eine Dusche stehen.
Unsere Weiterfahrt führt uns an den herrlich gelegenen Karakul-See. Wir übernachten in Karakul direkt am See. Am nächsten Tag überqueren wir unseren letzten Pass, den Kyzyl-Art mit 4.200 Metern Höhe. Hier erreichen wir die Grenze zu Kirgistan.
Bevor es zurück nach Osch geht, machen wir noch einen Abstecher zum Basecamp des Pik Lenin auf über 3.500 Metern Höhe und genießen bei gutem Wetter einen fantastischen Ausblick auf diesen Bergriesen.
Die letzten 250 km zeigen uns eine völlig andere Szenerie im Vergleich zum beeindruckenden Pamir-Gebirge. Bunte Felsen und wechselnde Vegetation verschmelzen auf wunderbare Weise. Am Abend kehren wir zurück...
Der letzte Tag unserer Pamir-Tour gehört der Stadt Osch. Es bleibt uns genügend Zeit für eine Stadtbesichtigung oder einen Basarbesuch.
Früh am Morgen werden wir vom Hotel zum Flughafen gebracht, wo wir bereits wieder unseren Rückflug in die Heimat antreten.
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